Sex - Die 10 Todsünden; Oswald Kolle & Dr. Beatrice Wagner

Das Buch beschreibt ziemlich anschaulich die 10 Sünden, die man beim Sex begehen kann oder besser gesagt nicht machen sollte. Aber irgendwie gehen die Berichte über Sex doch hinaus, es geht auch um die Zwischenmenschlichkeit. Kapitel 1 - Sprachlosigkeit Es wird beschrieben, dass man seine sexuellen Fantasien beim Partner offen ansprechen soll. Kapitel 2 - Beliebigkeit Als Einstiegsgeschichte wählt man hier ein Paar, welches aus sexueller Ebene als auch teilweise privat miteinander "verkehrt". Sie erzählt ihm dabei in den schönsten Tönen vom Sex mit dem Ex bzw mit den Exen. Wer was wie gut brachte und sonstige Details. Irgendwann fragt er sich, ob sie es denn wirklich nur konnten, oder immer noch tun. Auch der ständige Leistungsdruck, der dadurch hervorgerufen wird, ist eher ungut. Also das Fazit: Die Exfreunde und ihre Stärken sollten aus der neuen Beziehung doch eher raus bleiben. Kapitel 3 - Gekränktsein Die Frau verwendet auf einmal einen Dildo im Bett, bringt ihn ins gemeinsame Spiel ein, weil ER bei ihm nicht so lang steht. Fazit: Sein Stolz ist verletzt - er geht. Hm was soll man da tun? Vorher etwas einfühlsamer darüber sprechen hilft sicherlich etwas... ansonsten... war er der Falsche... So seh ich das.. Kapitel 4 - Achtlosigkeit Das fande ich ganz lustig, aber doch etwas übertrieben. Sie verführt ihn, ist Feuer und Flamme, bis zum eigentlichen Akt. Ihre Frage, was es denn morgen wohl zum Mittag gäbe, bringt ihn dann doch dazu, den Akt mehr oder weniger freiwillig zu beenden. Ratschlag unserer Autoren: Beim Sex den Kopf frei haben von anderen Dingen. Und es trotzdem tun auch wenn man den Kopf gerade nicht frei hat um ihn frei zu bekommen. Puh ob das immer so funktioniert? Kapitel 5 - Lüge Wo fängt denn die Lüge an und was ist noch die Wahrheit? Wenn man sich damit wirklich auseinander setzt, ist es eine weite Spannweite. Ist denn auch etwas nicht erzählen gleich eine Lüge? Sollte man nur erzählen, was für die Beziehung relevant ist? Also ich persönlich erzähle nur, was meine Beziehung positiv oder negativ beeinflussen könnte. Der Rest würde doch nur unnötig verletzen. Kapitel 6 - Besitzanspruch Sie arbeiten zusammen, sie verreisen zusammen, sie haben Sex. Sie möchte mehr. Mehr Nähe, mehr Gefühl. Er gibt, was er kann und womit er sich wohlfühlt. Mehr wäre erzwungen. Was passiert? Er fühlt sich so eingeengt, dass nicht mal mehr der Sex funktioniert und trennt sich. Fazit: Auch die Grenzen, die mir mein Gegenüber setzt, sollte ich akzeptieren. Wer alles hat und noch mehr will, hat ganz schnell garnichts mehr. Kapitel 7 - Hygienezwang Er geht vor dem Sex duschen und rasieren, nach dem Sex springt er auf und geht duschen. Das typische Verhalten von jemanden, der Sex als etwas schmutziges empfindet, was ungeschehen gemacht werden muss. Kapitel 8 - Vorurteil Sex im Alter, mittlerweile auch kein Tabuthema mehr. Frauen haben mehr, die Männer weniger. Die Erektion bei beiden dauert länger, aber ist intensiver empfunden. Unästhetisch finde ich das keinesfalls. Und es sollte genauso oder nur mehr zur Realität gehören, wie Sex zwischen Minderjährigen. Kapitel 9 - Eifersucht Er redet ihr solange ein schlechtes Gewissen, obwohl sie keins haben muss. Sie liebt ihn abgöttlich und nur ihn, Augen für andere hat sie nicht. Aber mit seiner Eifersucht treibt er sie in die Trotzreaktion, damit er wenigstens einmal zu Recht böse ist... Kapitel 10 - Überrumplung Nach vielen Jahren Ehe erzählt er ihr ganz nebenbei von seiner Lust, mal einen Sexclub zu besuchen. Sie ist total perplex, kann die Gedanken nicht einordnen. Monate später ist sie es, die ihm einen Flyer der besagten Location schenkt und beide erleben einen wunderschönen Abend tabulos mit eigenen Regeln.

20.10.14 23:43

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